über mich

Stefan Wirsing

über mich

Stefan Wirsing

Ich bin im Jahr 1982 in diese Welt als Mensch geboren worden und meine bisherige Lebenszeit hat mir eindeutig bewiesen, dass es unmöglich ist,

vor dem Leben davonzulaufen,

mich vor dem Leben zu verstecken,

das Leben zu ignorieren,

das Leben zu kontrollieren,

zu wissen, was das Beste ist, für mich und meine Mitmenschen,

perfekt zu sein,

angenehme Erlebnisse und Zustände festzuhalten,

zufrieden zu sein ohne echte Verbindung zu Gott/zum Leben selbst.

Und wenn du dein Leben bewusst oder unbewusst nach diesen Punkten ausrichtest, dann geht das nicht ohne Nebenwirkungen zu erfahren, wie Leid, starke Anspannung, Verkrampfung, Schmerz, Frust, ständiges Getrieben sein, permanente Angst, Verzweiflung…

Meine Favoriten, um dem Leben aus dem Weg zu gehen, waren: Dauerfernsehen, Videospiele, Internet, viel Essen, passive Aggression, passiver Widerstand, Fußball, mich zurückzuziehen, mehrstündige Tagträume, Alkoholkonsum, Ablehnung anderer Menschen, Vorurteile gegenüber neuen Möglichkeiten….

Sich dem Leben öffnen

Doch irgendwann war die Verkrampfung und Verzweiflung so deutlich, dass ich nicht mehr anders konnte, als mich endlich dem Leben mehr und mehr zu öffnen… Auf diese Weise konnte ich Schritte gehen, die früher außerhalb meiner Vorstellung gelegen wären, und mein Leben ist seit dem spontaner und lebendiger…

Ein wichtiger Schritt geschah durch die Physiotherapieausbildung, die intensive Beschäftigung mit dem Körper, durch verschiedene Weiterbildungen und eigene Forschung. Diese Erkenntnisse und Erfahrungen lassen mich wesentlich entspannter mit dem Körper umgehen. Gerade auch dann, wenn ich unangenehme Zustände, wie Krankheit oder Erschöpfung, erfahre.

Eine längere Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Heilung auf verschiedene Arten und Weisen auseinandergesetzt, dadurch hat sich mein Horizont ebenfalls noch einmal enorm erweitert. Es gibt eben immer wieder Erfahrungen und Möglichkeiten, die ich nicht kenne. Größere Zusammenhänge zu erkennen und zu erleben – das war wichtig, um immer wieder aus meinem eingefahrenen früheren Lebensbild auszubrechen.

Stärker als alle Vermeidungsstrategien

Diese sich ständig wechselnden Ich-Bilder ließen in mir die Sehnsucht nach einer Antwort auf die Fragen: Wo komme ich endlich an? Wer bin ich wirklich? immer lauter werden. Diese Sehnsucht nach Antwort habe ich schon mein Leben lang gespürt (und ich glaube auch, dass die meisten Menschen diese Art der Sehnsucht in sich kennen), doch immer wieder durch die oben schon erwähnten Verhaltensweisen betäubt.

Doch nun ergriff mich ein Sog der stärker war, als alle Vermeidungsstrategien. Knapp vier Jahre ließ ich das gewohnte weltliche Leben hinter mir. In dieser Zeit richtete sich mein ganzes Leben auf diese Fragen aus. Ich meditierte mehrmals täglich, besuchte verschiedene spirituelle Lehrer und Therapeuten, las Bücher und führte tiefe Gespräche zu diesen Themen. Auf dem Weg der „Erforschung des Ichs“ durfte ich intensivste Körperempfindungen erfahren, das ganze Spektrum an Gefühlen erleben und den Mechanismus meines Verstandes mit seinen Gedanken durchschauen. Ich durfte tiefe Zustände von Losgelöstheit und Frieden erleben.

Im Alltag angekommen

Jetzt ist das Leben für mich so, dass all diese Erkenntnisse da sind. Die große Herausforderung für mich und mein Lebenssinn bestehen nun darin, diese Erkenntnisse im Alltag des Menschseins zu integrieren. Im Kontakt mit meiner Frau und meinem Sohn, im Freundeskreis, in der Arbeit mit Menschen und einfach wenn ich mit mir alleine bin.

Die Arbeit mit Menschen ist für mich wunderschön und zugleich bin ich, ehrlich gesagt, da auch etwas egoistisch, denn ich liebe es einfach mit authentischen Menschen zusammen zu sein. Und ich wünsche mir, dass ich viele Menschen inspirieren kann, sich dem Leben zu öffnen und einen Beitrag zu leisten, deine Echtheit zu entdecken und zu leben.

Denn die Möglichkeit davonzulaufen gibt es immer wieder….